Orientsonne – Infos über den Orient

Angesichts des Bürgerkrieges in Syrien trägt Orientsonne Trauer.

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UNESCO Welterbe in Syrien bedroht

Aktuelle Syrien Nachrichten vom 26.06.2013

Blick auf Palmyra, das heutige Tadmur

Die Ruinen in Palmyra sind in Gefahr (Bild von 2011)

 

Das UNESCO Weltkulturerbe in Syrien ist bedroht. Teile wurden bereits zerstört.

Natürlich ist die Zerstörung von alten Gemäuern nichts im Gegensatz zum Blutvergießen, das in Syrien herrscht. Dennoch ist es wichtig, auch diese historischen Stätten im Blick zu behalten. Denn das Weltkulturerbe der UNESCO möchte zahlreiche bedeutende Bauwerke aus der ganzen Welt für die Nachwelt erhalten. Dies scheint im Syrischen Bürgerkrieg schwer. Deswegen hat die UNESCO alle syrischen Welterbestätten auf die Rote Liste des gefährdeten Welterbes gesetzt.

Das UNESCO Weltkulturerbe in Syrien umfasst folgende Stätten:

Folgender Bericht beschreibt die Zerstörungen

Blick über Aleppo

Das Bild stammt von 2007. Große Teile der Umayyaden-Moschee (Mitte) und des Basars (unten) sind mittlerweile zerstört

Details zum beschädigten UNESCO Weltkulturerbe in Syrien

Aleppo

Die Altstadt von Aleppo wurde vom 28. auf den 29. September in Folge von Kampfhandlungen zerstört. Die Umayyaden-Moschee wurde ebenfalls schwer beschädigt. Am 24. April 2013 stürzte das Minarett der Moschee in sich zusammen.

Krak des Chevaliers

Das Regime hat eine Bresche in die Mauer gesprengt, um ihre Panzer darin zu parken.

Bosra

Insbesondere die römischen Ruinen und die Moschee wurden beschädigt. Zerstörungen am Theater sind nicht belegt, aber jederzeit möglich.

Palmyra

In Palmyra wurden weite Flächen der römischen Ruinen einschlielich dem Baal Tempel und der nekropole beschädigt. Dazu kam es verstärkt zu Plünderungen – oft auch, weil die Oliven- und Dattelplantagen vieler Bewohner zerstört wurden und diese versuchen, mit dem Verkauf von antiken Kunstwerken etwas Geld für den Lebensunterhalt zu verdienen.

Säulen von Apamea

Auch die Säulenstraße von Apamea wurde bereits beschädigt (Bild von 2007)

Weitere zerstörte und beschädigte Stätten in Syrien

Insbesondere in Homs wurden zahlreiche Moscheen, Kirchen und Basare beschädigt.

Höchstwahrscheinlich wurden zahlreiche weiteren archäologischen Stätten und Museen in Syrien geplündert. Es gibt einen großen Schwarzmarkt für antike Schätze. Organisierte Banden graben wie in Apamea ganze Areale um, um die Kunstschätze zu bergen. Deswegen ist ein Ende der Plünderungen nicht in Sicht. Deswegen bleibt das UNESCO Weltkulturerbe in Syrien weiter in Gefahr.