Orientsonne – Infos über den Orient

Angesichts des Bürgerkrieges in Syrien trägt Orientsonne Trauer.

Orientsonne – Infos über den Orient - Angesichts des Bürgerkrieges in Syrien trägt Orientsonne Trauer.

Damaskus

Damaskus - Blick vom Hijaz Bahnhof auf die Zitadelle

Damaskus – Blick vom Hijaz Bahnhof auf die Zitadelle

Damaskus, die Hauptstadt von Syrien, wird oft als Perle des Orients bezeichnet – und das zu Recht. 8000 Jahre Geschichte lassen sich hier erzählen. Die Hauptstadt Syriens besticht durch ihr orientalisches Flair, die Bazare, enge Gassen, Cafes und Teehäuser. Hier erschlug Kain der Legende nach Abel, hier wurde Saulus zum Paulus bekehrt und flüchtete in einem Korb aus der Stadt.

Aktuelle Lage in Damaskus

Stand: 12.06.2013

Die aktuelle Lage in der Hauptstadt von Syrien ist angespannt. Immer wieder gibt es Selbstmordattentate – wie zum Beispiel am 11.06.2013 am zentralen Merdscheh-Platz. Die Anschläge wurden höchstwahrscheinlich von al-Qaida-nahen Gruppierungen verübt. Denn Damaskus selbst ist nach wie vor fest in der Hand des Regimes – und es sieht nicht so aus, als würde sich daran etwas ändern. Die Regierung hat andere Methoden, um für Ruhe zu sorgen. So wurden zahlreiche Stadtteile, die von Rebellen erobert worden waren, bombardiert und stark zerstört. Dazu gehören das ehemalige Palästinenserlager Mukhayyam Jarmuk, Msaken Berze und Orte wie Dschisreen. Dabei haben weder das Regime noch die Rebellen viel Rücksicht auf die Zivilbevölkerung genommen.

Die Rebellen verschanzen sich in den äußeren Vororten wie zum Beispiel in der Gegend al-Ghouta nahe der eigenständigen Stadt Jaramana, die allerdings bereits mit Damaskus zusammengewachsen ist. Von dort aus beschießen die Rebellen Autostraßen – zum Beispiel die bedeutende Flughafenautobahn – oder werfen Granaten auf das regimefreundliche Jaramana. Was Gräueltaten betrifft, scheinen sich Regierung und Rebellen nicht mehr viel zu nehmen. Der Kampf wird nach wie vor mit aller Härte geführt. Nach Geheimdienstberichten, zitiert vom Spiegel, gewinnt die Regierung langsam die Oberhand – nicht zuletzt nach der Eroberung von Qusair.

Dafür vermeldeten die Rebellen Ende Juni 2013 Waffenlieferungen unbekannter Herkunft. Auf einer Zusammenkunft der Freunde Syriens am 22.06.2013 wurde beschlossen, dass jedes Land Waffen liefern darf, wie es möchte.

Ob die Rebellen das Ruder noch einmal herumreißen können – und was dies für die regierungstreuen Minderheiten wie Christen, Drusen und Alawiten bedeutet, ist nicht abzusehen. Die Hauptstadt von Syrien wird sich wohl auf weitere Monate, wenn nicht gar Jahre der Unruhen einstellen müssen. Das dies nichts Neues in der bewegten Geschichte von Damaskus ist, zeigt ein Blick in die Vergangenheit der syrischen Hauptstadt.

Damaskus und seine bewegte Geschichte

Die Ursprünge

Ausgrabungen in den Vororten haben bewiesen, dass die Oase von Damaskus bereits 6000 v.Chr. besiedelt wurde. Deswegen zählt die Hauptstadt Syriens zu den ältesten Städten, die ununterbrochen bewohnt wurden. Jedoch wurde sie erst unter dem Aramäern, semitischen Nomaden aus Mesopotamien, als wichtige Stadt dokumentiert. Die Aramäer waren die ersten, die ein Wassersystem mit Kanälen und Tunneln errichteten, um das Wasser des Flusses Barada auf den Anbauflächen zu verteilen. Die Römer und die islamische Omayyadendynastie baute das Netzwerk später aus und auch heute basiert die Wasserversorgung auf dem alten System.

1720-1570 v.Chr. war die heutige Hauptstadt von Syrien ein Teil der alten Provinz Amurru im Hyksos-Reich. 1100 v.Chr. wurde sie die Hauptstadt des aramäischen Staates namens Aram Damaskus, deren Könige an Schlachten mit den Assyrern und den Israeliten beteiligt waren. Die Ruinen der alten aramäischen Siedlung liegen heute unter dem östlichen Teil der Altstadt begraben. Nachdem der assyrische König Tiglat-Pileser die Stadt 732 v.Chr. eroberte und zerstörte, verlor sie ihre Unabhängigkeit und gehörte fortan zum neo-babylonischen Reich, das 572 v.Chr. von Nebukadnezar beherrscht wurde. 538 v. Chr. wurde sie schließlich vom Perserkönig Cyrrus erobert und ein Teil des persischen Reiches.

Griechen und Römer

Reste des Jupitertempels in Damaskus

Reste des Jupitertempels in Damaskus

Unter Parmenion, einem General Alexander des Großen, wurde Damaskus 332 v.Chr. erobert. Die Seleukiden, Nachfolger des mazedonischen Heerführers, bauten die Stadt aus; 111 v.Chr. wurde sie zur Hauptstadt von Phönikien und Cäsarea. Die Nabatäer (die Gründer der Felsenstadt Petra in Jordanien) eroberten 85 v.Chr. Damaskus und hielten sich bis ins Jahr 66 v.Chr. Da setzte Pompeijus Magnus ihrer Herrschaft ein Ende und ganz Syrien wurde in das römische Reich eingegliedert. Ein großer Jupitertempel wurde errichtet, von dem bis heute in der Altstadt Säulen zu sehen sind. Da Damaskus als ein bedeutendes Zentrum griechisch-römischer Kultur war, war sie in die Decapolis, den 10-Städtebund aufgenommen, zu dem auch Philadelphia, das heutige Amman, zählte. Unter dem röm,ischen Kaiser Caligula stand Damaskus unter der Herrschaft des Nabatäerkönigs Aretas IV Philopratis, der die Stadt von seinem Sitz Petra aus regierte. Um das Jahr 106 herum wurde das Nabatäerreich von den Römern endgültig erobert. Durch die Römerstraße von Damaskus über Bosra zum roten Meer erlangte Damaskus mehr und mehr bedeutung. Im 4. Jahrhundert wurde auf dem Platz des römischen Tempels eine Basilika gebaut mit einem Reliquienschrein Johannes des Täufers.

Die Umayyaden

Omayyadenmoschee in Damaskus

Omayyadenmoschee in Damaskus

635 wurde die heutige Hauptstadt von Syrien von den arabischen Muslimen erobert und sogar zur Hauptstadt des Großreiches erkoren, das zu dieser Zeit von Andalusien bis an die Grenze Chinas reichte. Der Kalif al-Walid gestaltete 705 die Basilika zu der bis dahin größten arabischen Moschee um, beließ aber den Schrein Johannes des Täufers darin, der auch bis heute noch zu sehen ist. 750 ergab sich ein Wechsel in der islamischen Herrschaft – die Umayyadendynastie wurde von den Abassiden abgelöst. Die neue Hauptstadt des islamischen Großreichs wurde Baghdad. Der Einfluss aus Mesopotamien schwächte sich mit der Zeit ab und Dynastien wie die Tuluniden aus Ägypten oder die Hamdaniden übten die tatsächliche Macht aus.

Die Fatimiden und Seljuken

970 übernahmen die Fatimidenkalifen aus Ägypten die Macht in Damaskus. Diese Zeit war sehr turbulent – Spannungen entstanden zwischen den Bürgern und den Berbertruppen aus Ägypten. Für kurze Zeit wurde Damaskus von einer Bürgermiliz regiert, wurde kurze Zeit später aber zu den Fatimiden zurückgebracht. 1029-1041 war Anushtakin der Gouverneur der Stadt unter dem Kalifen al-Zahir und erneuerte den Wohlstand von Damaskus. In dieser Zeit begann sich die Struktur der Stadt zu verändern – weite Straßen und Wohninseln wurden ersetzt durch Häuser mit Innenhof, die bei Nacht mit schweren Holztoren verschlossen wurden. Durch die Ankunft der Seljuken wurde Damaskus erneut zur Hauptstadt unabhängiger Staaten. 1079 – 1104 wurde sie von den Seljuken und danach von den Buriden regiert. Letztere waren es, die 1148 der Belagerung der Kreuzfahrer standhielten.

Die Ayyubiden und Mamluken

1154 eroberte Zengid Atabeg Nur-ed-Din aus Aleppo die Stadt und machte sie zu seiner Hauptstadt. Nach seinem Tod nahm sein Neffe Salah ud-Din die Stadt als Hauptstadt. Er erneuerte die Zitadelle und errichtete viele Schulen für Wissenssuchende aus der ganzen Welt. 1193 wurde der große islamische Herrscher in Damaskus bestattet, sein Mausoleum findet sich in unmittelbarer Nähe zur Omayyadenmoschee. In den nachfolgenden Jahren wurde die Stadt von den Ayyubiden, Nachfahren Saladins, regiert. In dieser Zeit wurde Damaszener Stahl legendär als sehr hochwertiges Eisenerzeugnis sowie auch der Damast – gemusterte Seide aus China. Damaskus erlebte eine kulturelle Blüte, die schließlich im Jahre 1260 durch den Mongolensturm beendet wurde. Den Mamluken aus Ägypten gelang es jedoch, den Mongolen Einhalt zu gebieten und sie waren es, die die Macht übernahmen. Zweitweise verlegte diese Dynastie ihre Herrschaftsresidenz sogar nach Damaskus. 1401 eroberte der Mongole Timur Lenk die Stadt. Die Umayyadenmoschee wurde angezündet und viele Männer und Frauen in die Sklaverei verkauft. Die Mongolen errichteten aus den Köpfen der Toten einen Turm. Wegen diesem schaurigen Bauwerk heißt in Platz nahe der Altstadt noch immer burj ar-rus – Turm der Köpfe.

Die Osmanen

Verwinkelte Gassen in der Altstadt von Damaskus

Verwinkelte Gassen in der Altstadt von Damaskus

1517 nahmen schließlich die Osmanen Damaskus ein. Der mamlukische Statthalter floh aus der Stadt und die Ansprache nach dem Freitagsgebet wurde im Namen des Osmanensultans Selim II gehalten. Die Statthalter der Osmanen unterdrückten die Bevölkerung und bereicherten sich, wo es nur möglich war. Damaskus war politisch kaltgestellt – nur wenn die großen Pilgerkarawanen hier haltmachten, um Vorräte aufzunehmen, kehrte der Glanz vergangener Zeiten und ruhmreicher Herrscher wieder in die Stadt ein. Eine rege Bautätigkeit setzte ein – um die Vielzahl von Gästen bewirten zu können, wurden zahlreiche Gasthäuser, sogenannte Khans, errichtet. Im 18. Jahrhundert entstanden durch die Gouverneursfamilie al-Azm prachtvolle Bauwerke wie der Azm-Palast und der Khan des As’ad Pascha Azm.

Zwischen 1832 bis 1840 regierte Ibrahim Pascha aus Ägypten für kurze Zeit Syrien, danach fiel die Macht durch die Hilfe der Franzosen und Engländer zurück an die Türken. Doch das Osmanenreich war stark geschwächt. 1918 gelang es deswegen den Arabern, mit Hilfe von Lawrence von Arabien, Damaskus einzunehmen. Sie gründeten einen neuen Staat, Syrien – doch bereits 1920 erhielt Frankreich das Völkerbundsmandat über Syrien und den Libanon, gemäß dem Sykes-Picot-Abkommen. Sie schlugen die Aufstände der Bevölkerung blutig nieder und bombardierte 1925 und 1945 die Hauptstadt von Syrien. Erst 1946 wurde Syrien durch massiven Druck Großbritanniens und der Uno unabhängig.

Bedeutende Orte in Damaskus

  • Umayyadenmoschee
  • Die Tore von Damaskus
    • Bab Sharqi
    • Bab Tuma
    • Bab Kissan
  • Zitadelle
  • Kapelle des Annanias
  • Suq al-Hamidiyye
  • Berg Qasiyun
  • Viertel Shaikh Muhi ad-Din
  • Azm-Palast
  • Tekkiye Süleymanie
  • Moschee Sayyida Zainab
  • Moschee Sayyida Ruqayah

Sehenswertes

Besonders in der Altstadt erlebt man Orient pur – hier finden sich die Bazare, Cafes, Khans (Karawansereien – ehemalige Gasthäuser), Moscheen, Hammame (orientalische Bäder), Kirchen und Geschäfte. Die Altstadt ist auch ein wichtiger Ort für das Christentum: Vor den Toren von Damaskus wurde Saulus von Gott gebelendet, in der Kapelle von Annanias erlangte er sein Augenlicht zurück, vom Bab Kissan Tor ließ er sich in einem Korb von der Mauer herab, um zu fliehen. Von 661 bis 750 war Damaskus die Hauptstadt des islamischen Reiches; im 12. Jh machte der große Saladin sie zu seinem Hauptwohnsitz. Als Syrien 1527 ins osmanische Reich eingegliedert wurde, beherrschten türkische Paschas die Stadt und überwachten den Aufbruch großer Pilgerkarawanen nach Mekka. Sie alle hinterließen großartige Bauwerke. Besonders sehenswert sind davon die Omayyadenmoscheen, der osmanische Azm-Palast und der Suq al-Hamidiyye.

Omayyadenmoschee

Mosaik an der Omayyadenmoschee

Mosaik an der Omayyadenmoschee

Die Omayyadenmoschee ist sicherlich das bedeutendste alte Bauwerk von ganz Damaskus. Das muslimische Gotteshaus war für längere Zeit die eindrucksvollste Moschee der arabischen Welt.

Auf dem Platz, auf dem heute die Omayyadenmoschee steht, befand sich in aramäischer Zeit ein Tempel des heidnischen Wettergottes Haddad. Die Römer verwandelten das alte Heiligtum in einen gewaltigen Jupitertempel, dessen Säulen man noch immer am Eingang des Suq al-Hamidiyye und der Geraden Straße erblicken kann. Die Distanz der Säulen zur heutigen Moschee lassen die ungeheuren Ausmaße der römischen Anlage erahnen. In byzanthinischer Zeit entstand auf dem Platz eine Johannes dem Täufer geweihte Basilika. Der Schrein mit den Gebeinen des Heiligen kann bis heute besichtigt werden.

Die muslimische Eroberung von Damaskus im Jahre 635 ließ die Kirche zunächst unangetastet, sie wurde eine gemeinsame Betstätte für Moslems und Christen. Der Omayyadenkalif al-Walid I ließ die Basilika schließlich doch zerstören und errichtete 715 an ihrer Stelle die heutige Omayyadenmoschee. Die Konstruktion war dem Hause des Propheten Mohammeds in Medina nachempfunden. Der Kalif ließ die Moschee aber auf byzanthinischer Weise ausschmücken.
Das Bauwerk gehörte zu den größten seiner Zeit und wurde wie ein Weltwunder bestaunt. Die Außenmauern ruhten auf den Fundamenten des Jupitertempels und maßen 100×157,5m. Drei gewaltige Minarette besitzt das muslimische Gotteshaus, von denen das Südöstliche Jesus-Minarett genannt wird – viele Muslime glauben, dass Jesus am jüngsten Tag hier wieder erscheinen wird. Die Moschee besteht aus zwei Teilen. Es gibt einen großzügigen Innenhof, indem sich, von acht Säulen getragen, das Schatzhaus aus osmanischer Zeit befindet. Hier befand sich der Staatsschatz der Osmanen. Der eigentliche heilige Bezirk ist jedoch die dreischiffige Gebetshalle. Korinthische Säulen stützen die Decke ab und ermöglichen so einen freien Blick auf den Schrein Johannes’ des Täufers und die mihrab, der Alkoven, der die Richtung nach Mekka anzeigt. Das Innere der Moschee war einst komplett mit Mosaiken aus der Frühzeit des Islam verziehrt, die das Paradies mit bildhaften Darstellungen zeigen – obwohl im Islam ein Bilderverbot herrscht, das Abbildungen der Schöpfung strikt verbietet. Das machte die Moschee zu etwas einzigartigem in der muslimischen Welt.

Es wird gemutmaßt, dass die Omayyadenmoschee mit über 4000 m² das größte goldene Mosaik der Welt in sich barg. Ein Feuer beschädigte 1893 das Gebäude jedoch beträchtlich und viele Kunstschätze gingen verloren. Neben der Moschee befindet sich außerdem das Mausoleum des großen Saladin (Salah ud-Din), der 1287 Jerusalem von den Kreuzfahrern zurückeroberte. Dieser Kuppelbau ist ebenfalls einen Besuch wert.

Die Suqs

Damaskus Hamidiyye

Damaskus Hamidiyye

Der Suq al-Hamidiyye ist einer der berühmtesten orientalischen Bazare überhaupt. In Damaskus gibt es in der Altstadt, nah an der Omayyadenmoschee, ein ganzes Netzwerk von überdachten Marktstraßen. Die mit 500 m längste Halle des Bazars ist der Suq al-Hamidiyye, der sich seit dem 13. Jh kaum mehr verändert hat – einzig die ehemals hölzerne Dachkonstruktion wurde durch Wellblech ersetzt. Der Bazar wurde auf der ehemaligen römischen Säulenstraße errichtet, die zur Omayyadenmoschee führte. An dieser Hauptverkehrsader des Suqs findet man vor allem orientlaische Accessoirs und Kleidung sowie Cafes. Das Berühmteste von ihnen ist das Bakdash – hier sollte unbedingt arabische Eiscreme gegessen werden. Es lohnt sich ebenfalls, einen Blick in die zahlreichen Nebengassen des Bazars zu werfen – hier lässt sich alles von Gebrauchtgegenständen über Schreibwaren bis hin zu Wolle und Drogerieartikeln finden. Besonders hervorzuheben ist dabei der Suq al-Bzuriyye, in dem Süßigkeiten, Olivenseife aus Aleppo und Gewürze verkauft werden wie beispielsweise Safran – 200 Gramm kosten kaum mehr als drei Euro. In unmittelbarer Nähe des Azm-Palasts gelegen, befindet sich in ihm ebenfalls ein orientliasches Bad – der Hammam al Nouri, der allerdings nur von Männern besucht werden kann.

Außerdem besteht die Möglichkeit, den beeindruckendsten und größten Khan zu besuchen, den des As’ad Pascha Azm. Khans oder Karawansereine waren Gasthäuser, in dem Händler übernachteten. Heute finden im Khan As’ad Pascha oft kulturelle Veranstaltungen stattfinden.
In der Nähe gibt es noch zahlreiche weitere Khans, die heute oft nur noch als Lagerflächen benutzt werden. Eine Ausnahme bildet der Khan al-Azm – hier ist es beispielsweise möglich, einem Weber beim Erzeugen des Damaststoffes zu beobachten und Souvenirs zu erstehen. Außerdem bietet sich von der Dachterasse ein toller Blick auf die Omayyadenmoschee. Ganz in der Nähe des Suq al-Hamidiyye befindet sich außerdem noch die Zitadelle, die zu Saladins Zeiten zwischen 1154 und 1250 erbaut wurde. Aus dieser Zeit stammt ebenfalls die Stadtmauer und mit ihr die meisten der Tore.

Azm-Palast

Damaskus - Azm Palast

Damaskus – Azm Palast

Der Azm Palace befindet sich in der Altstadt von Damaskus in der Nähe der Omayyadenmoschee. Er ist wie aus den Erzählungen aus Tausendundeine Nacht.  1750 wurde er vom osmanischen Gouverneur As’ad Pascha al-Azm errichtet; höchstwahrscheinlich an der Stelle, an der bereits die Omayyadenkalifen und Mamlukenührer residiert hatten. Heute beherbergt er ein Museum, in dem Szenen des Palastalltages nachgestellt sind. Außerdem gibt es eine Sammlung traditioneller Kleidung, Musikinstrumente und Waffen. Im Sommer finden hier immer wieder Konzerte statt.

Die Architektur ist ein hervorragendes Beispiel der traditionellen Hausbauweise von Damaskus mit großzügigen Innenhöfen, um die sich eine Vielzahl Zimmer gruppieren. Der Palast besteht aus zwei Teilen: dem Harem und dem Salamlik. Der Harem war der Privatflügel des Pascha. Hier befanden sich Küche, die Unterkünfte der Bediensteten sowie ein großes arabisches Bad. Der Salamlik war der Gästeflügel, in dem der Gouverneur und die männlichen Familienmitglieder Besuch empfingen und die Geschäfte führten. Durch die großartigen Gartenanlagen strahlt der Palast eine Athmosphäre der Ruhe in der hektischen Großstadt aus. Der Besuch der Anlage ist absolut zu empfehlen.

Sehenswürdigkeiten in der Nähe von Damaskus

In der Nähe von Damaskus, der Hauptstadt von Syrien, liegen ebenfalls die beliebten Ausflugsziele Maalula und Sednaya sowie die Ruinen von Qunaitra im Golan.